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RAID10-Wiederherstellung mit 6 Offline-Disks und Oracle-Datenbank-Crash

📅 2026-06-22 · Cyber Immunity · CASE STUDY

Eine Hochschule in Siebenbürgen betrieb ihr zentrales Informationssystem auf einer Oracle-Datenbank auf einem Dell PowerEdge R550 Server mit Dell PERC H755 Controller, 10 SAS 558 GB 15k RPM HDDs in RAID10 + 1 Hot-Spare. Um 04:00 Uhr morgens gingen 6 von 10 Disks gleichzeitig offline. Wir haben es in unter 24 Stunden wieder in Produktion gebracht — ohne eine Disk zu ersetzen.

Kontext

Das Backup lief automatisch jede Nacht. Um 03:00 wurde das Backup erfolgreich auf einem anderen Server ausgeführt. Das eigentliche Problem war nicht das fehlende Backup — es war, dass kein Server bereit war, dieses Backup auszuführen.

Das Problem

Um 04:00 markierte der PERC H755 Controller 6 von 10 Disks als offline. Hot-Spare blieb ungenutzt — die Degradation war zu massiv. Volume verschwand, Oracle-DB stürzte ab.

Diagnose

PERC H755 Logs + SMART bestätigten: alle 6 "offline" Disks waren physisch funktionsfähig. Problem: logischer Zustand im Controller.

Intervention

Schritt 1: Foreign Config Import auf PERC H755 → Array zurück online im degraded state.

Schritt 2: Oracle Recovery aus Redo-Logs.

Ergebnis

Lernergebnisse

  1. Ein Backup ohne bereiten Server ist keine komplette DR-Strategie.
  2. "RAID ist kein Backup."
  3. Single Point of Failure dokumentiert.

Unsere Empfehlung: vorkonfigurierter Warm-Standby-Server oder Hyper-V/Proxmox-Cluster mit VM-Replikation — RTO fällt von Stunden auf Minuten.

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