Eine Hochschule in Siebenbürgen betrieb ihr zentrales Informationssystem auf einer Oracle-Datenbank auf einem Dell PowerEdge R550 Server mit Dell PERC H755 Controller, 10 SAS 558 GB 15k RPM HDDs in RAID10 + 1 Hot-Spare. Um 04:00 Uhr morgens gingen 6 von 10 Disks gleichzeitig offline. Wir haben es in unter 24 Stunden wieder in Produktion gebracht — ohne eine Disk zu ersetzen.
Kontext
- Dell PowerEdge R550 Server
- Dell PERC H755 Hardware-RAID-Controller
- 10 SAS 558 GB @ 15k RPM HDDs in RAID10-Array
- 1 Hot-Spare-Disk
- Oracle-Datenbank, zentrales Informationssystem der Institution
Das Backup lief automatisch jede Nacht. Um 03:00 wurde das Backup erfolgreich auf einem anderen Server ausgeführt. Das eigentliche Problem war nicht das fehlende Backup — es war, dass kein Server bereit war, dieses Backup auszuführen.
Das Problem
Um 04:00 markierte der PERC H755 Controller 6 von 10 Disks als offline. Hot-Spare blieb ungenutzt — die Degradation war zu massiv. Volume verschwand, Oracle-DB stürzte ab.
Diagnose
PERC H755 Logs + SMART bestätigten: alle 6 "offline" Disks waren physisch funktionsfähig. Problem: logischer Zustand im Controller.
Intervention
Schritt 1: Foreign Config Import auf PERC H755 → Array zurück online im degraded state.
Schritt 2: Oracle Recovery aus Redo-Logs.
Ergebnis
- ✅ RAID10-Array auf PERC H755 wiederhergestellt ohne Disk-Ersatz
- ✅ Oracle-DB aus Redo-Logs wiederhergestellt
- ✅ Kritischer Datenverlust: null
- ✅ Gesamt-Downtime: unter 24 Stunden
- ✅ Zusatzkosten: null Hardware
Lernergebnisse
- Ein Backup ohne bereiten Server ist keine komplette DR-Strategie.
- "RAID ist kein Backup."
- Single Point of Failure dokumentiert.
Unsere Empfehlung: vorkonfigurierter Warm-Standby-Server oder Hyper-V/Proxmox-Cluster mit VM-Replikation — RTO fällt von Stunden auf Minuten.